Neben den in ihren eigenen Räumlichkeiten zusammengeführten Sammlungen katalogisiert die Diözesanbibliothek in Amtshilfe auch externe Bestände. Deren Eigentümer sind kirchliche Einrichtungen mit zum Teil wertvollem Buchbestand, die eine sachgerechte Katalogisierung aufgrund fehlender Fachkräfte selbst nicht leisten können.
Diese Bestände werden sowohl im Gesamtkatalog der Diözesanbibliothek als auch in je eigenen Katalogen nachgewiesen.
Über die Nutzungsmöglichkeiten informiert die jeweilige Einrichtung.
Die Akademie Franz Hitze Haus ist die katholisch-soziale Akademie des Bistums Münster, benannt nach Franz Hitze (1851-1921), dem ersten Professor für christliche Sozialwissenschaften der Universität Münster und als Mitbegründer des Volksvereins für das katholische Deutschland Vorreiter für eine moderne Erwachsenenbildung. 1952 gegründet als Einrichtung des Bistums Münster steht sie in einem Kooperationsverbund mit der HVHS Wasserburg Rindern in Kleve und der LVHS Schorlemer-Alst in Warendorf-Freckenhorst.
Das Franz-Hitze-Haus verfügt über eine nicht öffentlich zugängliche Bibliothek. Die Bestände der Präsenzbibliothek der Akademie und der Bibliothek von [Prof. Dr.] Josef Pieper wurden seit 2007 von der Diözesanbibliothek verzeichnet.
Links:
Der Text "Dülmen: Anna-Katharina-Emmerich-Gedenkstätte" wird zurzeit erarbeitet.
Der Text "Geldern: Bibliothek der Pfarrei St. Maria Magdalena" wird zurzeit erarbeitet.
Die Bibliothek des um 1400 gegründeten Augustinerchorherrenklosters blieb nach der Aufhebung im Jahr 1802 größtenteils erhalten und wurde durch Zugänge aus anderen niederrheinischen Klöstern, dem Hülfspriestermeninar "domus presbyterorum" und dem 1849 gegründeten kirchlichen Privatgymnasium "Collegium Augustinum" erweitert. Sie besteht aus ca. 6.000 Bänden zumeist katholisch-theologischen Inhalts, die vor 1800 erschienen sind, überwiegend im 16. - 17. Jahrhundert. Neben einigen Handschriften enthält sie auch 154 Inkunabeln (lt. Alephino) sowie eine kleine Sammlung seltener Musikdruckschriften.
Die Landesbibliothekarische Arbeitsstelle "Historische Bestände im Rheinland" an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln hat in den Jahren 1974 - 1991 ca. 90 % des Bestandes für den Zentralkatalog des Landes Nordrhein-Westfalen verzeichnet (Katalog).
2009 musste der Bestand größtenteils wegen Umbaus der Bibliotheksräume ausgelagert werden und wurde bis zur Wiedereröffnung 2011 in der Diözesanbibliothek Münster untergebracht. Diese Jahre wurden zur erneuten Katalogisierung und Neusignierung genutzt. Die Daten sind recherchierbar über den Eintrag "Historische Bibliothek Collegium Augustinianum Gaesdonck, Goch" in der Liste, die nach Anklicken des Buttons "Datenbanken" im OPAC erscheint.
Die Musikdruckschriften sind vollständig im Internationalen Quellenlexikon RISM "Répertoire International des Sources Musicales", Serie A/I: Einzeldrucke vor 1800 erfasst und können in den gedruckten Bänden oder auf der 2012 erschienen CD-ROM recherchiert werden.
Link:
Literatur:
Baden, Jörg: Die Gaesdoncker Klosterbibliothek am Ende des Jahres 2012. In: Gaesdoncker Blätter. N.F. H. 13/14, 2010/11 und 2011/12, S. 40 - 44
Artikel mit Informationen zu einzelnen Aspekten der Klosterbibliothek finden sich in zahlreichen Jahrgängen der Gaesdoncker Blätter.
Die historischen Buchbestände der katholischen Pfarrgemeinde St. Joseph Kamp umfassen etwa 330 Druckschriften aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.
Neben einigen profangeschichtlichen und einigen philosophischen Werken (hier z. B. eine Descartes-Ausgabe) besteht der Bestand fast ausschließlich aus theologischen Titeln, und zwar aus allen Bereichen der Theologie. So sind eine ganze Reihe von Werkausgaben bedeutender Theologen (Augustinus und - selbstverständlich - Bernhard von Clairvaux) in frühen Ausgaben vorhanden. Gut vertreten sind insgesamt Dogmatik, Exegese, Liturgie (vor allem aus dem Bereich der Orden, und hier natürlich besonders des Zisterzienserordens) und Kirchenrecht. Etwas zurück tritt die praktische Theologie, was an den nur spärlich vorhandenen Predigtsammlungen deutlich wird.
Es handelt sich bei dem heute noch vorhandenen Bestand in der Hauptsache um die Restbestände der Bibliothek der 1123 gegründeten und in Folge der Säkularisation 1802 aufgehobenen Zisterzienserabtei Camp.
Die Hauptmasse des ehemals vorhandenen Camper Bibliotheksbestands wurde am 1.8.1803 in Duisburg versteigert. Von dieser Versteigerung ist kein Katalog überliefert. Überliefert ist dagegen eine 320 Titel umfassende Liste Camper Bücher (vom Oktober 1801) von dem bekannten Hilfsbibliothekar der Kölner Zentralschule, Constantin Schönebeck, der von der französischen Verwaltung beauftragt war, die linksrheinischen Bibliotheken zu sichten und die wertvolleren Stücke auszuwählen. Anhand dieser Liste sollte sich die Camper Bibliothek in wesentlichen Teilen - wenigstens virtuell - rekonstruieren lassen.
Die Schönebecksche Liste verzeichnet auch 6 Handschriften. Dies ist natürlich nur ein verschwindet geringer Teil des vormals reichen Handschriftenbestands der Abtei, die schon sehr früh über ein Scriptorium verfügte, in dem auch illuminierte Handschriften von hoher Qualität hergestellt wurden.
Wie reich der Hand- und Druckschriftenbestand einstmals gewesen sein muss, geht schon aus dem Katalog der Bücher hervor, die Abt Heinrich von der Heyden 1499 der Abtei überlassen hat. Von den dort aufgelisteten 117 Werken waren 25 Pergamenthandschriften und 32 Inkunabeln.
Gegenwärtig lassen sich weltweit noch über 60 Handschriften aus Camp nachweisen.
Es wäre eine spannende Aufgabe, den Wanderungswegen der einzelnen Handschriften nachzuspüren.
Der Gesamtkatalog der Diözesanbibliothek weist auch die Buch- und Zeitschriftenbestände des Bistumsarchivs Münster nach.
Gehen Sie hierfür zum OPAC, wählen Sie im oberen Frame die "Datenbanken" aus und klicken Sie anschließend in der Liste der Datenbanken den Link "Bibliothek des Bistumsarchivs Münster" an.
Vollständig erfasst ist der Bestand der Präsenzbibliothek von ca. 40.000 Bänden mit den Schwerpunkten Territorial-, Orts- und Pfarrgeschichte des Bistums.
Wegen der Bedeutung für die Pfarrgeschichte sind auch die Aufsätze vieler im Bistumsarchiv vorhandener orts- und regionalkundlicher Zeitschriften und sonstiger Sammelwerke aufgenommen.
Neben den Beständen der Präsenzbibliothek verzeichnet der Katalog zum Teil auch die Druckschriften des Domarchivs, des Archivs des Generalvikariats sowie der Deposita der Pfarrarchive.
Die Bestände sind nicht ausleihbar und nur im Lesesaal des Bistumsarchivs einsehbar.
Über Öffnungszeiten und Nutzungsbedingungen informiert die Homepage des Bistumsarchivs: www.archive.nrw.de
1674 ließ Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen die Burgkapelle der Freiheit Oeding als Missionsstation einrichten. Sie diente der Seelsorge an den nach dem Westfälischen Frieden im Grenzgebiet verbliebenen katholischen Holländern, die teilweise kirchlich gesehen zur Diözese Münster gehörten.
Anfangs wirkten hier Pfarrgeistliche aus Winterswijk, - von hier wurde das Patrozinium St. Jakobus der Ältere auf die Kapelle übertragen -, von 1680 - 1836 Franziskaner aus Vreden.
Die Sammlung umfasst heute ca. 450 Titel, von denen jew. ca. 100 aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Zehn Titel sind im 16. Jahrhundert erschienen. Die Sammlung wurde zwischen Ende 2010 bis Anfang 2012 in der Diözesanbibliothek katalogisiert.
Literatur:
Die Druckwerke sind im Online-Katalog der Diözesanbibliothek verzeichnet und können als Sammlung aufgerufen werden. Gehen Sie hierfür zum OPAC, wählen Sie in der oberen Leiste die "Datenbanken" aus und klicken Sie anschließend in der Liste der Datenbanken den Link "Historische Bibliothek Missionsbibliothek Oeding Südlohn" an.
Neben der historischen StiftsBibliothek und dem StiftsArchiv beherbergt das StiftsMuseum Xanten auch eine Studienbibliothek im Lesesaal. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Geschichte von Xanten und Umgebung, aber zum Bestand, der etwa 20.000 Bücher und etliche Zeitschriften umfasst, gehören auch Werke zu den Themen (Kunst-)Geschichte, Theologie, Archäologie und Buchkunde. Die Studienbibliothek ist eine reine Präsenzbibliothek.
In Zusammenarbeit mit dem StiftsMuseum verzeichnet die Diözesanbibliothek seit Sommer 2002 kontinuierlich diesen Bestand. So kann inzwischen schon über die Hälfte online über den Eintrag "Studienbibliothek des StiftsMuseums, Xanten" in der Liste, die nach Anklicken des Buttons "Datenbanken" im OPAC erscheint, recherchiert werden.
Über Öffnungszeiten und Nutzungsbedingungen informiert die Homepage des StiftsMuseums:
Homepage StiftsMuseum Xanten
Literatur