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Bischof Lettmann wünschte den Firmlingen,
dass Gott ihnen Kraft gebe, sich für das
Evangelium einzusetzen.
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Erste zentrale Firmfeier im Dom
Jugendliche
waren begeistert
Bistum. Gelb, orange, grün, rot… - bunt war es im Dom am Samstagnachmittag (26.02.2005). Vielfarbig kam die Vielfalt zum Ausdruck. Durch Schals in sieben Farben symbolisch auch die Vielheit der Christen. Und genau diese sollten die 260 Jugendlichen spüren, die bei der ersten von 25 zentralen Firmfeiern im Jubiläumsjahr das Sakrament empfangen haben.
"Es ist gut, dass wir so viele sind." Das hatte "überkommen" sollen – und es war "übergekommen", fand Seelsorgeamtsleiter, Domvikar Stefan Sühling, nach der zweistündigen Liturgie im münsterschen St.-Paulus-Dom, den die 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen mit ihren Verwandten und Freunden bis in den letzten Winkel gefüllt hatten. "Eingeladen zum Fest des Glaubens" waren sie – laut Eröffnungslied. Und zahlreich waren sie gekommen. Aus acht Gemeinden in Altenberge, Dorsten-Rhade, Ahaus, Münster-Hiltrup und -Amelsbüren.
Gesicht zeigen
"Gott läuft uns in unserem Leben immer wieder über den Weg." Dies hätte sie die halbjährige Katechese erkennen lassen, bekundeten Firmlinge aus Altenberge, die – wie Vertreter jeder Gruppe – zunächst den anderen im Dom ihr "Gesicht zeigten" und sich vorstellten. "Das Christentum ist eine Religion der Gesichter", betonte dann auch Bischof Reinhard Lettmann, der in seiner Predigt den jungen Christen vier Dinge wünschte.
Erstens: dass sie dadurch, dass Gott ihnen Gesicht und Namen gegeben und so gezeigt habe, dass sie leben sollten, stets Freude am Dasein hätten. Mut zum Bekenntnis zu jenem Gott sollten sie – zweitens – dagegen stets selbst aufbringen. Gestärkt durch – drittens – die Erkenntnis, dass sie Teil der Weltkirche, einer großen Gemeinschaft seien, die sie durch die Fülle der Gaben des Heiligen Geistes als einzelne mitgestalten könnten. Gerade auch da, wo Leben und Frieden in Gefahr seien. Denn viertens, so der Bischof, wünsche er ihnen, dass Gott ihnen Kraft gebe, sich stets für das Evangelium einzusetzen.
Drei Bischöfe firmten
Eine Kraft, die den jungen Christen auch durch die Firmung gegeben werde: Einzeln, mit ihrem Paten, traten sie, nach Schalfarben geordnet, in den Altarraum und empfingen durch Bischof Lettmann sowie den Regionalbischöfen Heinrich Janssen und Franz-Peter Tebartz-van Elst das Sakrament. In würdiger Stille – trotz der Bewegung im Kirchenschiff.
Die Firmlinge hatten ihre selbst gestalteten Kerzen als Zeichen des lebendigen Christus vor dessen Ikone gestellt, alle Gruppen hatten Fürbitten zu je einer der sieben, durch die Farbsymbolik zum Ausdruck gebrachten Geistesgaben formuliert.
Über den Tellerrand geschaut
"Ich befürchtet, dass es zu lange dauern würde", gestand Dennis Hassing (16) nach seiner Firmung. Gemerkt habe er dagegen, dass "wir viel mehr Firmlinge sind als wir 16 in Ahaus" – und das sei "toll" gewesen. "Der Funke ist übergesprungen", fand auch Tobias Kettrup, Katechet in St. Sebastian Amelsbüren. Viel besser sei in einer großen Gemeinschaft zu spüren, was Gottes Geist bedeute. Schon durch die Vorbereitung in der Pfarreiengemeinschaft habe man in Hiltrup "über den Tellerrand der Gemeinde" geguckt. Die zentrale Feier im Dom sei daher ein "stimmiger" Abschluss gewesen.
"Wir gehören zusammen!" Um anlässlich des Jubiläums "1200 Jahre Bistum Münster" diese Verbundenheit der Diözese mit den Gemeinden vor Ort zu betonen, finden bis Oktober weitere zentrale Feiern auch im Xantener und Billerbecker Dom statt. Doch nur einmalig als Zeichen in diesem Jubeljahr. Denn, so Sühling: "Die Firmung gehört auch in die Gemeinde."
Organisatoren zufrieden
"Ich hatte die Befürchtung, dass es unruhig werden könnte…", aber diese sei unnötig gewesen, fand auch Generalvikar Norbert Kleyboldt, der die Feier beim Kirchenvolk sitzende verfolgte. Und: "Wir sind völlig in der Zeit." Auch ein weiteres Bedenken konnte Frank Meier ausräumen: In rund 20 Minuten, die eine Ahauser Gruppe aus St. Maria Himmelfahrt musikalisch untermalte, waren 260 Jugendliche gefirmt. Der Referent für Gemeindekatechese im Bischöflichen Generalvikariat und Organisator aller zentralen Firmfeiern konnte nach der Premiere aufatmen. Es hatte alles geklappt.
Text: Kerstin Heil / Foto: Joachim Busch, 27.02.2005
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