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![]() "Stiftung Gottesbeziehung in Familien"Kinder nicht um Gott betrügen
Tübingen. "Glaubt die Katze, dass Gott aussieht wie eine Katze? Warum komme ich auf die Welt, wenn ich sowieso wieder sterben muss?" - Kinder machen mit ihren Fragen vor Gott und dem Sinn des Lebens nicht Halt. In ihren Familien stehen Kinder mit ihren religiösen Fragen jedoch oft im Regen, meint der Tübinger Religionspädagoge Prof. Dr. Albert Biesinger. Religiosität in den Familien gelte es zu stärken, meint Biesinger, Autor des Buches "Kinder nicht um Gott betrügen". Zum diesem Zweck hat ein Team um den Theologen die Stiftung "Gottesbeziehung in Familien" ins Leben gerufen. Zum offiziellen Gründungsfestakt am 16. Juni in Tübingen werden Ministerpräsident Erwin Teufel und die Bischöfe Gebhard Fürst und Ulrich Fischer erwartet. Kinder sind nach Überzeugung von Stiftungsvorstand Biesinger "religiöse Wesen von innen heraus". Er stellt jedoch ein "Kasper-Hauser-Syndrom" bei Kinder fest: Nicht selten verwahrlosten Kinder innerlich in ihren Familien, weil Eltern nicht wissen, wie sie auf die religiösen Fragen ihrer Kinder reagieren sollen. Ziel sei allerdings nicht, Eltern anzuklagen, sondern "die religiösen Ressourcen der Eltern anzuzapfen", betont der Religionspädagoge. Mut machen Was Eltern und Kinder in der eigenen Familie erleben und gestalten, könne durch Schule und Kirchengemeinde nicht ersetzt werden. Erfahren Kinder gemeinsam mit ihren Eltern in Ritualen zum Essen und am Abend, in Geschichten und Bräuchen, dass sie von Gott getragen und begleitet sind, so sei dies ein Zugewinn an Sinn und Lebensfreude. Die Stiftung will Müttern und Vätern Mut machen für die religiöse Erziehung, denn religiöse und ethische Bildung gehöre zum Erwachsenwerden, meint Biesinger. Die Stiftung will Zeichen setzen in der Gesellschaft, formuliert der katholische Theologe. Es gehe darum, die "religiöse Trompete für Eltern zu spielen." Eltern sollen motiviert und befähigt werden, ihre Kinder religiös und kompetent zu begleiten. Religiöse Erziehung solle wieder selbstverständlich werden: "Es muss wieder chic werden, Kinder religiös zu erziehen", findet Biesinger. Die Stiftung unterstützt Projekte, in denen sich Eltern und Kinder gemeinsam auf den Weg mit Gott machen. Dabei geht es darum, religiöse Bildung in den Familien zu unterstützen und die religiöse Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu fördern. Neben den geförderten Projekten sollen Fortbildungen und Kongresse veranstaltet werden, Materialen entwickelt und Forschungsprojekte unterstützt werden. Die Stiftung verfolgt damit auch das Ziel, das Thema religiöser Erziehung in der Öffentlichkeit stark zu machen. Projekte Erste konkrete Projekte der "Stiftung Gottesbeziehung in Familien" starten in Kürze. Gefördert werden zunächst eine Kindersprechstunde mit Elternbildungsstätte in Freiburg, die Gründung einer evangelischen Grundschule bei Dresden, multikulturelle Familienkatechese in Berlin-Kreuzberg, ein Integrationsprojekt für ausländische Frauen in Tübingen sowie ein Familienkatechese-Modell mehrerer Kirchengemeiden in Österreich. Text: Heike Harbecke/Foto: Karin Wollschläger, 13.06.03
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| Petra Helmers, kirchensite.de letzte Änderung: 01.07.2003 11:21 Uhr Home | Diözesanbibliothek | Aktuelles | Bistum Münster Fragen + Glauben | Wann + Wo | Service + Dialog | Sitemap | Impressum |
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