Papier ist nicht geduldig. Die Erhaltung von Schriftgut und Grafik

22. April bis 3. Juni 2016

Eine Ausstellung der Diözesanbibliothek Münster in Zusammenarbeit mit dem
Arbeitskreis Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V.

„Papier ist nicht geduldig“ - Papier ist empfindlich und gefährdet. Papier kann Schaden nehmen, sei es durch mechanische Beanspruchung, säurehaltige Chemikalien oder Klimaeinflüsse. Und wenn die Schädigung schließlich sichtbar wird, muss Rettung nah sein, um den endgültigen Verlust von Kulturgut zu verhindern.

Die Ausstellung zeigt auf elf Schautafeln und mit ausgewählten historischen Werken aus der Diözesanbibliothek eindrucksvoll, welche Schäden unserem schriftlichen Kulturgut drohen - und wie sie vermieden werden können. Im Fokus stehen alte Handschriften und Drucke, Grafiken und Fotografien sowie kostbare Siegel und Einbände aus Leder oder Pergament. Die Möglichkeiten der Schadensprävention durch sachgerechte Lagerung in klimatisierten Magazinräumen und die individuelle Papier- und Buchrestaurierung einzelner Objekte werden veranschaulicht. Der Blick auf Katastrophen wie den Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und den Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln zeigt die besondere Bedeutung der Notfallvorsorge.

Die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Holzdeckelbandes lädt die Besucher zum Betrachten und Berühren ein und macht begreifbar, aus welchen Materialien ein alter Bucheinband besteht. Drei Vitrinen mit Handschriften und Drucken der Zeit von 1518 bis 1863 geben weitere Einblicke in die Schadensbilder und zeigen an den wertvollen Originalen, wie dramatisch sich Schäden durch Wasser und Feuer, durch Bücherschädlinge und Schimmel im Laufe der Zeit auswirken können.

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr
Eintritt frei

Programm und Bericht über die Ausstellungseröffnung

Die Larven des Gemeinen Nagekäfers, der auch als Bücherwurm bekannt ist, haben sich durch diesen alten Holzdeckelband aus dem 17. Jahrhundert gefressen.

Juan de Jesús Maria, Opera omnia, Köln 1622. Signatur OFM 979.
© Bistum Münster, Stefan Jahn
Zu hohe Luftfeuchtigkeit hat bei einem kleinen Band aus dem Vorbesitz des Münsteraner Bischofs Hermann III. Dingelstad (1889-1911) die Bindung beschädigt und Schimmel verursacht.

Ludwig Uhland, Dramatische Dichtungen, Stuttgart 1863. Signatur O8 3000(3).
© Bistum Münster, Stefan Jahn
Vermutlich kam es bei der Lektüre am offenen Feuer zu Funkenflug: Ein historischer Druck von 1641 zeigt einen Brandschaden.

Erasmus von Rotterdam, Modus orandi Deum, Leiden 1641. Signatur G1 5.
© Bistum Münster, Stefan Jahn

Aktuelles

Schließung des Handschriften-Lesesaals:

  • Montag, 18.09.2017 -
    Freitag, 13.10.2017

Schließung:  

  • Freitag, 18.08.2017 -
    Dienstag, 29.08.2017

Eingeschränkte Öffnungszeit:

  • Mittwoch, 06.09.2017
    9.00 Uhr – 14.00 Uhr

Kontakt

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Überwasserkirchplatz 2
48143 Münster
Telefon: 0251/4956380
Fax: 0251/495-76386
db-ms@bistum-muenster.de

Öffnungszeiten

Montag - Freitag 09:00 - 18:00 Uhr

Die Benutzung von Handschriften

und Alten Drucken, sowie von Musikalien der Santini-Sammlung ist nur nach vorheriger Terminabsprache (unter 0251 / 495-6380 bzw. db-ms@bistum-muenster.de) möglich. Bitte melden Sie sich rechtzeitig vorher und warten Sie unsere Antwort ab. Besonders in Ferienzeiten kann es vorkommen, dass wir Ihrem Terminwunsch nicht entsprechen können!

Achtung:
Von Montag, 18.09.2017, bis einschließlich Freitag, 13.10.2017, ist der Handschriften-Lesesaal geschlossen. Die Benutzung von Handschriften und Alten Drucken sowie von Musikalien der Santini-Sammlung ist nicht möglich.

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Rare Books & Music Reading Room by appointment only (+49 251 / 495 - 6380 or db-ms@bistum-muenster.de)

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The Rare Books & Music Reading Room will be closed between 18 September 2017 and 13 October 2017. Any inspection of manuscripts and rare prints won’t be possible!

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